Einmaleins der Fonds

Fonds sind nichts anderes als Geldt√∂pfe. Viele Anleger legen Geld hinein und kaufen damit Anteile am Fonds. Gesammelt wird das Geld der Anleger von einer Kapitalanlagegesellschaft (auch Investment- oder Fondsgesellschaft genannt). Diese b√ľndelt die Anlegergelder in einen Fonds und investiert mit dem gesammelten Geld in die unterschiedlichsten Bereiche. Dazu z√§hlen unter anderem Immobilien, Aktien oder auch festverzinsliche Papiere. Jeder Fonds wird von einem Fondsmanager betreut und verwaltet. Er entscheidet, was in den Fonds aufgenommen wird und teilt die erzielten Ertr√§ge auf die Anleger entsprechend ihrer gehaltenen Anteile auf. Die T√∂pfe sind nicht geschlossen, Anleger k√∂nnen jederzeit weitere Anteile kaufen oder sie zur√ľckgeben. Den Preis eines Anteils errechnet die Fondsgesellschaft Tag f√ľr Tag neu. Er richtet sich nach dem Wert der im Fonds enthaltenen Investments.

Besonders gut eignen sich Fonds zum Verm√∂gensaufbau und f√ľr die Altersvorsorge.

Die Vorteile:

  • Sie k√∂nnen bereits mit geringem Geldeinsatz ihre Anlage breit streuen
  • Das Fondsverm√∂gen ist nach deutschem Recht Sonderverm√∂gen

 

Das bedeutet, dass die Anlagen von dem Verm√∂gen der Gesellschaft getrennt gehalten werden m√ľssen. Im Falle einer Insolvenz der Kapitalanlagegesellschaft wird der Verm√∂genserhalt somit dennoch garantiert.

Mehr als 150 Jahre reicht die Idee des Fonds zur√ľck. In der Schweiz, in Schottland und in England sammelten im 19. Jahrhundert Gesellschaften Gelder von mehreren Investoren ein und steckten diese in unterschiedliche Anlagen. Bis solche Modelle in Deutschland Fu√ü fassten, sollte es noch viele Jahrzehnte dauern. Zwar wurde 1949 die erste deutsche Fondsgesellschaft, Adig, gegr√ľndet, und ein Jahr sp√§ter startete mit dem Fondra der erste deutsche Fonds. Richtig los ging es im deutschen Fondsgesch√§ft aber erst in den 90er Jahren. Seitdem erkennen immer mehr Anleger die Vorteile der Fonds.

Was mit dem Geld der Fonds geschieht, entscheidet der Fondsmanager. Er ist jedoch nicht v√∂llig frei, sondern muss der Strategie des Fonds folgen, die im Verkaufsprospekt festgehalten ist ‚Äď und wenn der Fonds in Deutschland aufgelegt wurde, unterliegt er den Regeln des deutschen Investmentgesetzes.

Anleger k√∂nnen mittlerweile zwischen rund 8.000 Fonds w√§hlen. Sie k√∂nnen einen breit gestreuten internationalen Aktienfonds nehmen oder einen globalen Mischfonds, bei dem der Fondsmanager freie Hand hat. Neben den Klassikern Aktien-, Renten und Mischfonds gibt es W√§hrungsfonds, Geldmarktfonds f√ľr die kurzfristige Anlage, offene Immobilienfonds, Dachfonds, die in einzelne Fonds investieren, und Zertifikatefonds.

Aktienfonds investieren ausschließlich oder zum größten Teil in Aktien. Aktienfonds können dabei entweder auf globaler Ebene in internationale Aktien investieren oder ihren Fokus nur auf spezielle Regionen (z.B. Asien) oder Branchen (z.B. Automobil) legen. Die meisten Aktienfonds haben Anlageschwerpunkte.

Eine Investmentgesellschaft setzt die Mittel ihrer Kunden f√ľr Beteiligungen an in- und ausl√§ndischen Aktiengesellschaften ein. Es werden immer von mehreren Unternehmen Aktien erworben, so dass das Risiko weit gestreut ist. Der Anleger profitiert von Kurssteigerungen, minimiert aber sein Risiko. Das Kapitalanlagegesellschaften-Gesetz schreibt Bestimmungen f√ľr Aktienfonds vor.

F√ľr Aktienfonds ist festgelegt, wie viele Aktien eines Unternehmens maximal im Fonds vertreten sein d√ľrfen, wie hoch die maximale Kapitalreserve sein darf, oder wie viel in Aktien und wie viel in Bankguthaben investiert werden darf.

Bei dem Kauf von Aktienfonds entstehen Kosten, der so genannte Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag ist die Differenz aus Ausgabe- und R√ľcknahmepreis und liegt bei drei bis sechs Prozent. Damit sich die Investition trotz dieser Kosten lohnt, sollten Aktienfonds als mittel- oder langfristige Investments angesehen werden.

Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere, die so genannten Rentenpapiere. Die Chancen und Risiken eines Rentenfonds hängen von der Anlageregion, dem Anlagehorizont und der Sicherheit der Emittenten ab. Besonders in Zeiten sinkender Zinsen können Rentenfonds mit einer positiven Rendite punkten. Denn in Zeiten niedriger Zinsen steigt der Wert der gehaltenen Wertpapiere stark an.

Umgekehrt ist es in Zeiten steigender Zinsen: In solchen Phasen ist es schwer, mit Rentenfonds eine positive Rendite zu erzielen. F√ľr Spitzenverdiener k√∂nnten ab 2009 festverzinsliche Anlagen an Attraktivit√§t gewinnen. Anstatt des pers√∂nlichen Steuersatzes von bis zu 45 Prozent werden ab 2009 nur 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidarit√§tszuschlag und Kirchensteuer f√§llig.

Bei der Suche nach geeigneten Rentenfonds sollten Anleger sehr genau auf die Kosten schauen. In der Regel betr√§gt die Verwaltungsgeb√ľhr bei Rentenfonds pro Jahr zwischen 0,6 und 1,0 Prozent. Hohe Geb√ľhren fallen bei den mageren Renditen besonders ins Gewicht. Au√üerdem sollten Anleger bedenken, dass beim Kauf √ľber die Hausbank Ausgabeaufschl√§ge von bis zu drei Prozent anfallen.

Eine Alternative sind börsennotierte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) auf Renten, von denen es eine Auswahl an verschiedenen Produkten gibt. Der Nachteil: ETFs bilden nur die normalen Indizes der Rentenmärkte ab, einen Mehrwert durch geschicktes Management gibt es nicht.

Eine weitere Alternative ist der Kauf von weltweit anlegenden Rentenfonds, die sogar in Zeiten steigender Zinsen attraktive Renditen erzielen k√∂nnen. Ihre Manager mischen meist Bonds bei, die in fremden W√§hrungen aufgelegt wurden. Diese sichern und verbessern zwar die Performance, allerdings m√ľssen Anleger daf√ľr h√∂here Kreditrisiken als bei Euro-Staatsanleihen in Kauf nehmen.

Mischfonds sind Fonds, die je nach Marktlage entweder in Aktien, Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere wie z.B. Renten) oder Geldmarktpapiere investieren. Nichts repräsentiert stärker den Fondsgedanken als ein Mischfonds: Die Aufteilung des Vermögens auf Aktien und Renten senkt das Verlustrisiko, trotzdem sind langfristig attraktive Renditen möglich.

Wer länger in einen Mischfonds anlegen will beziehungsweise kann, sollte Mischfonds mit einer festen Aktienquote von 40 bis 70 Prozent vorziehen. Zum einen ist eine langfristig höhere Aktienquote ertragreicher, zum anderen der Anteil an bei rechtzeitigem Kauf noch steuerfreien Kursgewinnen größer. Mit einem international ausgerichteten Fonds stehen zudem auch Chancen außerhalb Europas offen.

Wer das Risiko im Blick behalten will, sollte Mischfonds mit einem stark schwankenden Aktienanteil meiden. Sonst kann das vermeintlich konservative Depot schnell zu einem risikoreichen Investment mutieren.

Wie auf dem Fu√üballplatz sollte auch am Kapitalmarkt eine konstante Offensive (Aktien) punkten und eine solide Defensive (Renten und Cash) sichern. Ein planloser Sturmlauf oder eine Elf-Mann-Mauer im Tor bringen keine Sicherheit oder keine Rendite. Zwar muten neutrale Mischfonds etwas altmodisch an. Aber: Transparenz und eine klare Struktur sollten gerade f√ľr langfristige Anlagen nicht aus der Mode kommen.

Geldmarktfonds investieren in kurzfristige fest- oder variabel verzinsliche Anlagen. Meist mit einer Laufzeit von bis zu zw√∂lf Monaten. Aus einer solch kurzfristigen Anlagestrategie resultiert in der Regel eine vorhersehbare Kapitalr√ľckzahlung. Kapitalverluste sind so gut wie ausgeschlossen.

W√§hrend sich die Fonds dem jeweils g√ľltigen Marktniveau f√ľr kurzfristige Geldanlagen flexibel anpassen. Das hei√üt, der Anleger erzielt eine Rendite, die im Schnitt zwischen zwei bis vier Prozent liegt.

Da es sich bei Geldmarktfonds um eine kurzfristige Anlage handelt, sind vor allem die Kosten wichtig. Die Ausgabeaufschl√§ge der Fonds liegen in der Regel bei null bis einem Prozent. Aus dem Grund lohnt sich ein Einstieg bereits f√ľr sehr kurze Zeitr√§ume. Die Managementgeb√ľhren sollten nicht √ľber 0,5 Prozent pro Jahr liegen.

Wie alle Fonds können Geldmarktfonds börsentäglich gehandelt werden. Wer von einem Geldmarktfonds in einen anderen Fonds bei der gleichen Gesellschaft wechseln möchte, kann dies innerhalb eines Tages machen. Bleibt das Geld jedoch nicht in einer Gesellschaft, muss der Anleger zwei bis drei Tage einkalkulieren, bis das Geld wirklich auf seinem Konto ist.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds investieren Dachfonds nicht in einzelne Aktien oder Anleihen, sondern in andere Fonds, die so genannten Zielfonds. Dabei muss der Dachfondsmanager einige Regeln beachten. So darf er nur Fonds kaufen, die in Deutschland zum öffentlichen Vertrieb zugelassen sind. Der Anteil eines Zielfonds am Dachfonds darf maximal 20 Prozent betragen.

Der Dachfonds investiert also immer in mindestens drei Zielfonds (20 Prozent in Fonds 1, 20 Prozent in Fonds 2, 10 Prozent in Fonds 3, 50 Prozent Barreserve). Zudem darf der Dachfondsmanager h√∂chstens 10 Prozent der Anteile eines Zielfonds halten. Kauft eine Fondsgesellschaft f√ľr einen Dachfonds nur konzerneigene Zielfonds, darf sie daf√ľr weder Ausgabeaufschl√§ge und R√ľcknahmegeb√ľhren noch eine doppelte Managementgeb√ľhr berechnen.

Anders sieht es bei konzernfremden Fonds aus. Hier k√∂nnen eine doppelte Managementgeb√ľhr und auch ein doppelter Ausgabeaufschlag anfallen (einmal f√ľr den Dachfonds und einmal f√ľr den Zielfonds).

Ein Anteil, das ist die von deutschen Fondsgesellschaften oft genannte Summe, die mindestens investiert werden muss. Wie hoch die Mindestanlage ist, bestimmt aber nicht unbedingt die Gesellschaft, sondern die Stelle, wo der Fonds gekauft wird. Online-Banken beispielsweise fordern meist 500 bis 2.000 Euro Mindesteinlage pro Fonds.

F√ľr Anleger, die die Mindesteinlagesumme nicht zahlen wollen oder k√∂nnen, k√∂nnen Fondssparpl√§ne eine interessante Alternative sein. Bei sehr vielen Fonds k√∂nnen Anleger monatlich 50 Euro oder noch weniger einzahlen und sich so Schritt f√ľr Schritt ein Verm√∂gen aufbauen. Am besten geeignet sind daf√ľr Aktienfonds. Der BVI hat errechnet, dass zum Beispiel Sparpl√§ne auf europ√§ische Aktienfonds in den vergangenen 30 Jahren im Schnitt 8,4 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet haben.

Wichtig bei Fondssparpl√§nen ist, dass der Anleger regelm√§√üig eine feste Summe einzahlt, beispielsweise 50 Euro pro Monat. Dann st√∂rt es auch gar nicht mehr, dass die Anteilspreise, vor allem bei Aktienfonds, st√§ndig schwanken. Im Gegenteil: je mehr sie schwanken, desto besser f√ľr den Anleger.

Fondssparpl√§ne zwingen den Anleger zum antizyklischen Handeln: Durch den fixen Betrag kauft er viele Anteile, wenn sie billig sind, und wenig, wenn sie teuer sind. Das ist der sogenannte Cost-Average-Effekt. Was beim Shopping ganz normal ist, ist f√ľr die meisten Menschen bei der Geldanlage am Aktienmarkt fast unm√∂glich.

Psychologische Faktoren sorgen daf√ľr, dass viele Anleger lieber dann kaufen, wenn die Kurse bereits gestiegen sind, und nicht, wenn sie gerade fallen. Eine Strategie, der Anleger am besten mit Fondssparpl√§nen entfliehen k√∂nnen.

Ein Zertifikat ist ein Wertpapier mit der Rechtsform einer Anleihe beziehungsweise einer Schuldverschreibung. Dadurch kann der Käufer an der Entwicklung eines Basiswertes, dem sogenannten Underlying, teilhaben.

Ein Zertifikatefonds ist eine Art Dachfonds, der statt einzelner Fonds Zertifikate enthält. Ein Trend sind Produkte, die mit einem Teil des Fondsvermögens auch auf fallende Märkte setzen und so versuchen, das Risiko im Fonds gering zu halten und möglichst immer einen positiven Ertrag (Absolute Return) zu erzielen.

Beim Kauf eines Fonds zahlen Anleger einen Ausgabeaufschlag. Der beträgt bei Rentenfonds rund drei Prozent, bei Aktienfonds bis zu sechs Prozent der Anlagesumme. Den Aufschlag erhält in der Regel der Fondsvermittler. Wie viel Aufschlag der Anleger letztlich zahlt, hängt von seinem Verhandlungsgeschick ab und wo er den Fonds kauft. Online-Banken bieten reduzierte Sätze. Eine ganze Reihe von Online-Vermittlern bieten zudem den Fondskauf mit sehr hohen Rabatten oder ganz ohne Aufschlag an.

Nachteil vor allem f√ľr Einsteiger: ohne Aufschlag keine Beratung.¬†

Der Ausgabeaufschlag ist die einzige Geb√ľhr, die der Anleger on top auf seinen Einsatz zahlt. Alle anderen Kosten, wie beispielsweise Verwaltungs- und Informationst√§tigkeiten, sind indirekt und werden von der Wertentwicklung des Fonds abgezogen. Daher sind sie bereits im R√ľcknahmepreis enthalten. Der R√ľcknahmepreis oder Nettoinventarwert ist jener Preis, den der Anleger beim Verkauf seiner Fondsanteile erzielt.

Trotzdem schadet ein Blick auf die Kosten nicht, denn sie belasten schlie√ülich die Gewinne. Alle Fonds weisen eine j√§hrliche Managementgeb√ľhr aus. Sie betr√§gt in der Regel bis zu zwei Prozent, Aktienfonds sind teurer als Rentenfonds. Zurzeit kommt immer mehr eine zus√§tzliche erfolgsabh√§ngige Geb√ľhr in Mode. Diese Performance Fee erhalten die Gesellschaften, wenn die Fonds eine bestimmte Leistung erzielen.

Oft erh√§lt der Fondsmanager, wenn er besser abschneidet als sein Vergleichsindex, 10 bis 20 Prozent dieses Mehrertrags ‚Äď bei einigen Anbietern auch, wenn Index und Fonds im Minus sind. Zu diesen in der Regel einsehbaren Geb√ľhren kommen weitere hinzu wie zum Beispiel Verwaltungsgeb√ľhren f√ľr die Fondsgesch√§ftsf√ľhrung oder Wirtschaftspr√ľfer. Einige Gesellschaften weisen daher die Gesamtkostenquote, die Total Expense Ratio (TER) aus, die fast alle Geb√ľhren zusammenfasst.

Im Schnitt liegt diese Quote inklusive Performance Fee bei deutschen Aktienfonds laut der Analysegesellschaft Lipper Fitzrovia bei zwei und bei Rentenfonds bei 1,1 Prozent.

Fonds gibt es in Banken, Sparkassen, bei Online-Brokern, bei Finanzberatern oder bei der Fondsgesellschaft selbst. Anleger sollten bei der Beratung darauf achten, dass diese unabh√§ngig ist. Trotz vieler Anl√§ufe und Initiativen verkaufen auch heute noch viele Banken nur die Produkte der eigenen Fondstochter ‚Äď und das m√ľssen nicht immer die besten sein.

Ein Nachteil: Beim klassischen Fondskauf √ľber einen Vermittler wie Banken, Online-Broker oder Finanzberater wei√ü der Anleger nie, zu welchem Preis er kauft.

Die Fondsgesellschaft stellt den Preis nur einmal pro Tag fest, und es gilt immer fr√ľhestens der als n√§chstes festgestellte Preis. Wer dieses Dilemma umgehen will, kann seit 2002 Fonds √ľber die B√∂rse kaufen. Die B√∂rse Hamburg startete damals den Handel mit aktiv gemanagten Fonds. Mittlerweile sind weitere B√∂rsen eingestiegen. Die Makler stellen kontinuierlich w√§hrend der B√∂rsen√∂ffnungszeiten Preise f√ľr die Fonds. Dabei orientieren sie sich an Indizes, die den Fondsinvestments nahe kommen. Anleger k√∂nnen beim Fondskauf einfach angeben oder ihren Bankberater beauftragen, dass sie √ľber die B√∂rse kaufen wollen.

Der B√∂rsenweg lohnt sich vor allem bei gr√∂√üeren Investments, f√ľr kleine Summen unter 1.000 Euro oder gar Sparpl√§ne ist er meist zu teuer. Anstatt des Ausgabeaufschlags zahlen Anleger den Spread, das ist auch die bei Aktienk√§ufen √ľbliche Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Diese Spanne ist variabel. Bei stark gehandelten Fonds ist sie eher gering, bei Nischenfonds f√§llt ein Maximalspread von 1,5 Prozent an. Hinzu kommen Transaktionsgeb√ľhren, das sind die gleichen Geb√ľhren, die bei Aktienk√§ufen anfallen. Filialbanken kassieren hier viel mehr als Online-Banken. Transaktionskosten fallen bei Kauf- und Verkauf an.

Wer √ľber die B√∂rse kauft, kann allerdings auch geb√ľhrenfrei √ľber die Fondsgesellschaft wieder verkaufen ‚Äď dann aber wieder zu einem unbekannten Preis.

Fachbegriffe rund um Fonds

Einmalige Geb√ľhr, die beim Kauf von Fondsanteilen anf√§llt.
Seit dem 1. Mai 2002 sind die Bundesaufsichts√§mter f√ľr das Kreditwesen (BAKred), das Versicherungswesen (BAV) und den Wertpapierhandel (BaWe) unter dem Dach der neuen Allfinanzaufsicht BAFin zusammengefasst.

Somit ist die BAFin die staatliche Aufsicht f√ľr den gesamten deutschen Finanzmarkt.

Auch Liquidität oder Cash-Position. Fondsmanager können einen Teil des Fondsvermögens in Termingeld anlegen, um auf Marktbewegungen reagieren zu können.
Messlatte f√ľr Fonds. Meist wird ein Index genutzt, der den entsprechenden Markt widerspiegelt.
Messlatte f√ľr Fonds. Meist wird ein Index genutzt, der den entsprechenden Markt widerspiegelt. J√§hrliche Verg√ľtung, die der Fondsvermittler von der Investmentgesellschaft bekommt. Basis ist das von ihm betreute Fondsvolumen.
Analysemethode, mit der Fondsmanager aufgrund der wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens versuchen, die Entwicklung einer Aktie vorherzusagen.
“Zu Deutsch Durchschnittskosten-Effekt.” Fondsanleger k√∂nnen durch Sparpl√§ne von diesem Effekt profitieren. Dazu muss regelm√§√üig, zum Beispiel monatlich, ein fester Betrag in einen Fonds investiert werden. Der Anleger kauft bei niedrigem Fondspreis viele Anteile ‚Äď ist der Preis h√∂her, kauft er entsprechend weniger. Langfristig erzielt er so einen g√ľnstigen Durchschnittspreis. Besonders in volatilen M√§rkten, also in Zeiten stark schwankender Aktienkurse, kommt der Effekt zum Tragen. Das ohnehin kaum m√∂gliche richtige Timing des Einstiegszeitpunkts wird dem Anleger so abgenommen. Vorsicht bei Auszahlpl√§nen: Dort dreht sich der Cost-Average-Effekt um.
Fonds, die Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds, kaufen. Dachfonds sind seit 1998 in Deutschland zugelassen.
Börsengehandelte Fonds. Seit April 2000 ist diese Fondskategorie am Marktsegment XTF der Deutschen Börse zum Handel zugelassen.
Lebensversicherung, bei der der Sparanteil des Anlagebetrags in einen oder mehrere Fonds fließt
Fonds, die in Wachstumswerte (engl. Growth = Wachstum) mit erhöhtem Kursrisiko investieren, zum Beispiel Technologieaktien. Die Aktien haben meistens ein hohes Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).
Kurs einer Aktie im Verhältnis zum erwarteten Gewinn je Aktie im entsprechenden Jahr. Das KGV 2008 bezieht sich auf die geschätzten Gewinne der AG im Jahr 2008.
J√§hrliche Geb√ľhr, die direkt aus dem Fondsverm√∂gen abgezogen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft deckt.
Gibt den Wertzuwachs von Fonds f√ľr einen bestimmten Zeitraum an. Sie setzt sich zusammen aus der Kursver√§nderung und aus eingenommenen Dividenden und Zinsen.
Erfolgsabh√§ngige Geb√ľhr, die einige Fondsgesellschaften zus√§tzlich zur fixen j√§hrlichen Managementgeb√ľhr erheben.
Börsennotierte Gesellschaft, die zu mindestens 75 Prozent in US-Immobilien investiert.
Fonds, die √ľberwiegend in festverzinsliche Wertpapiere (Renten) investieren.
Der R√ľcknahmepreis ist der Preis, den Anleger beim Verkauf von Fondsanteilen erhalten. Er entspricht dem Fondspreis.
Kennziffer, die das Verhältnis von Performance und Volatilität misst. Sie setzt den jährlichen Ertrag minus dem am Markt risikolos zu erzielenden Zinssatz in Relation zur Standardabweichung.
Gering kapitalisierte, kleinere Aktiengesellschaften.
Englisch Freefloat. Anteil der Aktien eines Unternehmens, die f√ľr den freien B√∂rsenhandel zur Verf√ľgung stehen, also nicht im Festbesitz sind.
Wechseln zwischen zwei Fonds. Anleger, die bei einer Gesellschaft in einen anderen Fonds wechseln, zahlen oft nur einen reduzierten Ausgabeaufschlag. Die Kosten werden als Switchgeb√ľhr bezeichnet.
Das Verhältnis der Gesamtkosten in einem Jahr zum durchschnittlichen Fondsvermögen. Diese Zahl kann von Jahr zu Jahr schwanken.
Analysemethode, die aus der Entwicklung einer Volkswirtschaft oder Branche auf die Entwicklung eines Unternehmens und dessen Aktienkurs schließt.
Fonds, die in substanzstarke, allerdings unterbewertete Aktien investieren. Die Aktien haben in der Regel ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis.
Schwankung eines Fonds um seinen durchschnittlichen Fondspreis.