Putin zeigt sich versöhnlich, die EBA denkt über einen möglichen Umzug nach und die Konzentration im deutschen Lebensmittelmarkt nimmt zu

Собор Василия Блаженного / St. Basil's CathedralRussland: Putin zeigt sich versöhnlich

Wenige Tage vor Entscheidung der Europäischen Union über eine Verlängerung der Sanktionen gegen Russland lenkt Kremlchef Putin scheinbar ein. Nach dem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi in St. Petersburg äußerte sich Putin entgegenkommend. Er sei bereit, sofern es zu Fortschritten für eine friedliche Lösung in der Ukraine komme, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen die Europäische Union aufzuheben. Putin sei allerdings nur dazu bereit, wenn sicher sei, dass Moskau “nicht reingelegt” werde und die EU Druck auf die Ukraine ausübe, die Forderungen von Minsk zu erfüllen.

Wegen der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine hatte die EU im Jahre 2014 Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Antwort erfolgte prompt mit Wirtschaftssanktionen vonseiten Moskaus. Renzi versprach eine mögliche Aufhebung der Sanktionen beim Treffen der EU-Botschafter in Brüssel zur Diskussion zu stellen. Mehr zum Thema auf finanzen.net: http://goo.gl/irhV86

Brexit: Klare Ansage der Bankenaufsicht

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA), eine der wichtigsten Finanzinstitutionen, machte in der “Welt am Sonntag” deutlich, dass sie den Finanzplatz London verlassen werde, sollte es zu einem Austritt Großbritanniens kommen. “Wenn sich die Briten für einen Austritt aus der EU entscheiden, müssten wir tatsächlich in eine andere europäische Hauptstadt umsiedeln”, so Andrea Enria, Chef der EBA.

Die Briten stimmen am kommenden Donnerstag den 23. Juni über den Verbleib ihres Landes in der EU ab. Laut britischen Buchmachern liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Austritt bei etwa 30 Prozent. Ihre Einschätzung änderte sich besonders nach dem Mord an die Labour-Abgeordnete Jo Cox, die für den Verbleib des Landes in der EU geworben hatte. Mehr zum Thema auf faz.net: http://goo.gl/Osvwyi

Lebensmittelmarkt: Bundeskartellamt warnt vor zu hoher Konzentration

Das Bundeskartellamt äußert angesichts der geplanten Übernahme der Supermarktkette Coop durch Rewe seine Bedenken gegenüber einer weiteren Konzentration im Lebensmittelhandel. Zuletzt sorgte bereits die Fusion von Edeka und Kaiser’s Tengelmann für Missstimmung. Derzeit kontrollieren die vier großen Ketten Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarzgruppe, dazu gehören Lidl und Kaufland, zu 85 Prozent den deutschen Markt. Das Kartellamt befürchte durch ihre Dominanz eine Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen. Mehr zum Thema auf n-tv.de: http://goo.gl/faJzaY

Bild: Sobolev Igor