Renzi will sich offensichtlich nicht helfen lassen, Junker hält an TTIP fest und Bayer erhört Übernahme-Angebot

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Italien: Verzichtet Renzi auf EU-Rettungsschirm?

 Wie aus italienischen Regierungskreisen zu vernehmen ist, will Ministerpräsident Matteo Renzi offensichtlich keine Hilfe beim Euro-Rettungsschirm für Banken (ESM) anfordern. Ein Pressebericht, in dem von einem vermeintlichen Ersuch die Rede war, wurde zuvor von der Regierung zurückgewiesen.

Auch auf einen Bericht in der italienischen Zeitung “La Stampa” wurde bereits im Vorfeld mit einer Gegendarstellung vonseiten des Büros des Regierungschefs reagiert. Unter Berufung auf drei mit dieser Angelegenheit vertrauten Personen, behauptete die Zeitung, dass Renzi den Versuch unternehmen werde im Fall der angeschlagenen Bank Monte dei Paschi den Rettungsschirm um Hilfe zu bitten. Mehr zum Thema in der WirtschaftsWoche: goo.gl/XQlQ34

TTIP: Verhandlungen laufen weiter

Das transatlantische Freihandelsabkommen wird abgeschlossen. Daran hält die Europäische Kommission trotz massiver Kritik aus Paris und Berlin unbeirrt fest. Klar und deutlich bekräftige Kommissionschef Jean-Claude-Junker dies bereits im chinesischen Hangzhou: “Wir werden die Verhandlungen fortsetzen.”

Freier Handel sei, so Junker, schließlich im Interesse aller europäischen Staaten. Wachstum und Arbeitsplätze seien seines Erachtens die positiven Folgen eines solchen Abkommens. Das zum Beispiel bereits ausgehandelte CETA-Abkommen bezeichnet Junker als das Beste, was bisher ausgehandelt worden ist. Mehr zum Thema auf sueddeutsche.de: goo.gl/Czat2z

Bayer erhöht Monsanto-Angebot

Es steht womöglich der größte Zukauf eines deutschen Unternehmens im Ausland ins Haus. Für die Übernahme des US-amerikanischen Saatgutherstellers Monsanto erhöht der Bayer-Konzern sein Angebot von 125 auf 127,50 Dollar pro Aktie. Die Entscheidung für eine Übernahme steht vonseiten Monsantos noch aus. Erst im Mai legte der Leverkusener Konzern ein Übernahme-Angebot im Wert von insgesamt 62 Milliarden Dollar vor. Dieses und auch ein zweites Angebote lehnte Monsanto allerdings ab. Die dritte Offerte beläuft sich auf einen Wert von 66 Milliarden Dollar. Mehr zum Thema in zeit.de: goo.gl/k7LhbZ

Bild: Ruggiero Scardigno